Wetterchaos auf zwei Rädern Im Schnitt war der Teich einen Meter tief und dennoch ist die Kuh ertrunken. Eine alte Bauernweisheit, die zurzeit wohl treffender nicht sein könnte. Zum Vergleich: In Katar regnet es im Durchschnitt acht Tage im Jahr. Bei den Testfahrten hatte es schon eine Nacht lang geregnet, an den Trainingstagen auch hin und wieder. Und am Sonntag spielte das Wetter dann wirklich „April April - der weiß nicht, was er will“. Der erste Guss kam nach vier Runden des 125er-Rennens. Es wurde abgebrochen. Dieser Lauf geht mit der kürzesten Gesamtzeit, die bei einem WM-Lauf jemals gefahren wurde, in die Geschichtsbücher ein. Das anschließende Rennen der 250er-Klasse wurde gleich von vornherein gekürzt. Von 20 auf 13 Runden. Der Effekt: Es konnte tatsächlich ordentlich und über die volle (na gut, gekürzte) Distanz gefahren werden. Jeder spürte die Anspannung im Paddock. Endlich! Nach endlos lang erscheinender Winterpause sollten die MotoGP-Cracks ihr erstes Saisonrennen bestreiten. WETTERCHAOS AUF ZWEI RÄDERN GALERIE Das Feld hatte sich in der Startaufstellung positioniert, Mechaniker und Grid Girls waren schon von der Piste runter. Der Mann mit der roten Flagge stand parat und wollte die Warmup-Lap freigeben. Doch plötzlich… … Regen! Die Tafel „Start delayed“ kam heraus. Kurze Verwirrung. Die Teams strömten zurück auf die Zielgerade, als sich die Himmelsschleusen vollends öffneten. Also: Startfeld räumen. Warten. Diskutieren. Das Ende vom Lied: Die Königsklasse auf zwei Rädern trug ihr Rennen am Montag aus. Die Verschiebung eines WM- Laufes um einen ganzen Tag hatte es 1953 das letzte Mal bei den 125ern auf der Isle of Man gegeben. Text: Toni Börner 14 |
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